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FLORA-X 250 "fluid"

Hygienisch/bakteriologische Eigenschaften in Abhängigkeit vom pH Wert

Mastitis ist eine Entzündung der Milchdrüse und weltweit eine der häufigsten Erkrankungen in Milchviehbetrieben. Bisher wurden über 137 verschiedene Mikroorganismen aus Milchdrüsen-Infektionen isoliert, die sich in der Mehrheit als Umweltkeime erwiesen. Um Eutererkrankungen vorzubeugen, ist abgesehen von der Melkhygiene, auf eine gute Stall- und Liegeboxenhygiene Wert zu legen. Die Rahmenbedingungen der Mastitis Bekämpfung werden künftig noch anspruchsvoller, wegen des zunehmenden Auftretens der resistenten Krankheitserreger bei gleichzeitig stark steigendem Druck zur drastischen Senkung der Antibiotika in der Landwirtschaft. In der EU und in der Schweiz wurden dazu durch das BAG, BLV, BLW u. BAFU bereits Neuregelungen erlassen und Projekte lanciert:

 

EU:             Deutliche Reduktion von Antibiotika in der Tierhaltung

Schweiz:    Projekt StAR mit dem Motto: „Antibiotika, nutze sie richtig, es ist wichtig!“

Einstreu stellt die wichtigste Quelle für umweltassoziierte Keime und deren unbehinderte Vermehrung dar. Das Wachstum der Keime hängt sehr stark vom externen pH-Wert und der Konzentration von CO2 in der Einstreu ab. Um die Keimzahlen in der Einstreu zu minimieren, muss der externe pH-Wert bei mindestens 9,3 +/- 0,2 liegen. Zurzeit versucht man den Infektionsdruck in der Einstreu durch Zugabe von alkalischem Kalk zu reduzieren. Eine Studie (1), gefördert durch das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein Westfallen, stellt folgendes fest:

„Alkalische Kalkmittel zur Veränderung des pH-Wertes in der Einstreu können nur eine leichte und kurzfristige Verbesserung des Keimgehaltes in den Liegeboxen bringen und dienen somit nicht als möglicher Ausweg zur Reduktion von z. Bsp. erhöhten Zellzahlen in Milchviehherden. Eine Reduktion der Keimgehalte, bzw. der Zellzahlen in der Milch durch Anwendung von saurem Kalk, erfolgte ebenfalls nicht.“


Es bestehen folgende Unterschiede in der Wirksamkeit zwischen alkalischem Kalk und FLORA-X 250 „fluid“:

Alkalischer Kalk hilft nur kurzfristig und bei langfristiger Verwendung fällt der pH-Wert auf      < 8, wobei die Anzahl der gesundheitsschädigenden Mikroorganismen steigt.

Aufgrund seiner konservierenden und desinfizierenden Eigenschaften hemmt das Hygienemittel FLORA-X 250 „fluid“ das Keimwachstum bei einem pH-Wert < 9. Langfristig wächst der pH Wert auf 9,3 +/- 0.2 und die Keimzahl wird dadurch reduziert.

Wirknachweis „Einstreu mit Kalk“ (1) versus „Einstreu mit FLORA-X 250 „fluid“ (2)

1. Einstreu mit Kalk

Literatur-Projekt:          Tiergesundheit, Fachbereich Agrarwissenschaft Soest
Projektbetriebe: 11 (6 konventionell, 5 ökologisch)
Projektdauer: 1 Jahr


  

2. Einstreu mit FLORA-X 250 „fluid“

 

Strohwürfel:                   Hergestellt aus Weizenstroh, behandelt mit FLORA-X 250 „fluid“
Dosiermenge: 2 Liter/100 kg

Beurteilung:                Qualitätsstufe I, bakteriologische Belastung normal
       

Anmerkung:

Die Gesamtzahl der aeroben mesophilen Keime (Bakterien, Hefekeime und Schimmelpilze) ist ein Wert für die allgemeine mikrobielle Belastung der Einstreu. Wird der Richtwert der Gesamtkeimzahl überschritten, ist der Keimgehalt in der Einstreu erhöht. Die Anzahl von coliformen Keimen (entscheidend für Eutererkrankungen) ist ein Wert für die bakterielle Verunreinigung in der Einstreu, welche vom Darm der Tiere und von der Umwelt herkommen. Der Keimgehalt von Enterobactericeae liegt im Vergleich zur „Einstreu mit Kalk“ gegenüber den mit FLORA-X 250 „fluid“ behandelten Strohwürfeln weit unter dem Richtwert und ermöglicht eine normale Keimbelastung in der Einstreu.

 

(1)       Thönissen, A.; Berglar, J.; Rose, S.; Braun, J. und Boelhauve, M. (2015):
Hygienische Aspekte der Liegeboxeneinstreu bei Milchrindern in Nordrhein Westfallen. Forschungsberichte des Fachbereichs Agrarwissenschaft Soest, Nr. 37

(2)       Analytik (Prüfberichte) durch Bamos AG, CH-9602 Bazenheid